• 16. August 2007 /  Krankheiten, Trigeminuslähmung

    Jede Zahl steht für einen Tag:

    1. Emil ist komisch, nicht ganz fit. Frisst langsam, trinkt ewig. Heftigste Niesanfälle finden statt. Emil ist sehr verschleimt im Hals.
    2. Emil kann nicht mehr richtig trinken, Schüssel ist voller Speichel und Schleim. Fressen geht noch, aber sehr langsam. Rest bleiben in der Schüssel und können nicht herausgeleckt werden.
    3. Emil frisst kein Frühstück. Hals total verschleimt, Sabber läuft aus dem Maul. Trinken nicht mehr richtig möglich. Der Unterkiefer hängt mit einem Abstand von 4cm zum Oberkiefer herab, kann aber manuell von mir geschlossen wrden. Nachts leichtes Fieber.
    4. Leckerli fallen aus dem Maul, selbstständiges fressen unmöglich, spielen unmöglich, trinken am Napf unmöglich. Sehr viel schleimiger Sabber läuft beim Hecheln aus dem Maul. Emil wirkt sehr krank und ist sehr ruhig. Emil zieht sich von uns zurück und liegt viel im Garten. Nachts leichtes Fieber.
    5. Mimikverlust, trauriger Blick, Emil wirkt apathisch und sehr krank. Bei den Klinikbesuchen ist ihm alles egal – außer Hündinnen. Er zieht sich sehr oft zurück. Nachts leichtes Fieber und heftigste, fast nicht zu stoppende “Rückwärtsniesanfälle“, die einem den Eindruck vermitteln, das Emil erstickt.
    6. Die drei schlimmsten Tage beginnen. Mimik völlig verändert, kein Lachen mehr bei Emil im Gesicht. Der Augenausdruck ist total anders. Das Maul steht immer fragend offen. Emil schläft viel. Nachts Fieber. Nachts Rückwärtsniesen.
    7. Die Augenlider schliessen nicht mehr richtig. Die Augen sind beim Schlafen offen. Die Augen sind sehr trocken und müssen mehrmals täglich mit Augensalbe versorgt werden. Nachts Fieber. Nachts Rückwärtsniesen.
    8. Alles wie gehabt, Emil hat wegen dem Gewichtsverlust sehr viel Hunger und lässt sich gut stopfen. Immer wieder Rückwärtsniesen.
    9. Unverändert und immer noch Nachts Fieber. Ich endecke die verschieden großen Pupillen, die vor allem im Halbdunkel ganz extrem auffallen. Das ist das Hornersyndrom.
    10. Beim Neurologen wird festgestellt, das der 5. Hirnnerv sowie angrenzende Gesichts-Nerven gelähmt bzw. gestört sind. Der Augenreflex des rechten Auges kann das Augen nicht mehr vollständig schliessen. Der Unterkiefer hängt immer noch schlapp in einem Anstand von ca. 4 cm herab. Nachts leichtes Fieber.
    11. Versuch eines Dentasticks, denn Emils Muskulatur soll trainiert werden. Emil kann ihn fast nur lutschen, es finden sich keine Zahnabdrück an dem Stick. Kleine Stück davon kann er nach unendlicher Kauzeit schlucken. Nachts unverändert Fieber. Rückwärtsniesen.
    12. Emil spielt wieder, aber nur mit seinem heissgeliebten Long-mot. Er kann sich die kleine Kugel am Ende im Kiefer verkanten, so kann er es tragen und sogar damit zerren. Es strengt ihn sehr an, aber es geht. Nachts leichtes Fieber. Ab und an kann er sich wieder über die Nase lecken. Kein Rückwärtsniesen mehr in der Nacht nur sehr kurze Anfälle tagsüber.
    13. Emil frisst abends 5 ganz kleine Trockenfutter Bröckchen die ich ihm auf den Boden lege. Danach ist er sehr erschöpft und will nicht mehr kauen. Spielen geht immer besser. Er kann schon sein Plüschtier tragen. Augensalbe nicht mehr nötig, die Augen schliessen wieder. Nachts leichtes Fieber.
    14. Emils Augen sind lebendiger, er lacht mich beim Spaziergang an. Er frisst abends einen handvoll Trockenfutter als Nachtisch, zwar sehr langsam und es fällt oft aus dem Maul aber es klappt. Emil kann einen Dentastick fressen, der mit einer Schere angeschnitten ist. Spielen geht immer besser. Die Augen sind beim schlafen geschlossen. Der Kiefer hängt nicht mehr soweit nach unten, jetzt eher auf 3-2cm Abstand.
    15. Emil möchte einen langen Spaziergang machen und ist sehr gut drauf, man merkt ihm unterwegs nichts an. Hasen jagen geht auch wieder. Confused Er kommt mit dem Fressen besser zurecht, ich muss den Futterbrei nicht mehr soweit hinten auf die Zunge legen. Emil findet den Brei langsam ekelhaft und möchte mehr Stücke haben.
    16. Emil trägt seinen ersten dicken, leichten Stock und spielt damit. Trinken klappt nach wie vor nicht, aber spielen immer besser. Er kann schon relativ gut mit Plüschtieren und Neopren Spielsachen zerren. Leider bleibt nach wie vor das nächtliche Fieber.
    17. Emil möchte keinen Brei mehr fressen sondern Fleischstücke, diese aber gekocht. Brei spuckt er einfach aus. Spucken geht also auch wieder. Seine Mimik ist wieder völlig hergestellt, er lacht wieder. Die Nase ist zum erstenmal wieder feucht, sie war die ganzen Tage immer trocken und warm. Er schläft morgens noch sehr lange, aber abends läuft er jetzt immer wieder zur Höchstform auf und räumt seine Spielkiste wieder aus, um uns mit immer neuen Spielsachen zu beschäftigen.
    18. Emil geht es nicht so gut wie am Tag zuvor. Er frisst nur unter leichtem Zwang und nur die besten Stücke. Alles ist “Bäääh”. Verzieht sich in den Garten, schläft viel. Keine Verbesserung des Kiefers mehr festzustellen. Spielt wenig und lustlos. Abends wieder leichtes Fieber.
    19. Emil geht es gut. Er frisst ganz gut, will viel spielen. Nach dem kurzen Mittagsgassi müssen wir auf dem Rückweg drei Schattenpausen einlegen. Ich muss Emil unterwegs bremsen, er würde wesentlich weitere Strecken laufen, wenn man ihn entscheiden lassen würde. Emils Kopf ist extrem abgemagert, hinter den Augen sind tiefe Löcher, wahrscheinlich atrophierte Kaumuskulatur. Wenn Emil ein Kurzhaarhund wäre, würde man ihm seine schwere Zeit sehr ansehen. So fällt es eigentlich kaum jemand auf. 22.30 Uhr Fieber gemessen – zum ersten mal seit 2 Wochen kein Fieber.
    20. Emil war den ganzen Tag gut drauf. Er hätte am liebsten einen 2 stündigen Spaziergang durch sein ganzes Revier gemacht. Leider frisst Emil nur mit viel Überredungskünsten und nur vom feinsten. Für Emil war Fressen schon immer eine unwichtige Last, so wird das mit dem Zunehmen wohl langsam von statten gehen. Emil probiert gar nicht an einem Napf zu trinken, das klappt wohl immer noch nicht. Endlich mal wieder richtig große und ausgelassene Freude als Herrchen nach Hause kommt. Abends um 22.30 Uhr kein Fieber. Die Nacht war ruhig.
    21. Diese Nacht auch kein Fieber. Aber Emil will nicht richtig fressen. Es funktioniert nur aus der Hand, in kleinen Portionen, ohne Appetit und nur mit sehr viel Überredungskunst. Das Sporthundetrockenfutter mit sehr viel Kalorien war 10 Minuten der Renner, danach wurde es nicht mehr angeschaut. Bis auf den mangelnden Appetit geht es Emil aber gut.
    22. Emil geht es gut. Er schläft vormittags immer noch viel, frisst aber erst ab ca 18 Uhr. Vorher hat er keinen Appetit. Nach dem Abendessen wird immer lange und wild gespielt, am liebsten Zerrspiele. Heute Nacht hat er versucht am Napf zu trinken, ohne Erfolg. Trinken klappt nach wie vor nur am Wasserstrahl.
    23. Emil hat zum ersten mal abends Trockenfutter aus seiner Schüssel gefressen. Zwar nur ca. 150g, aber besser als nichts. Vorher gabs ja Frauchens Fleisch Handfütterung. Auch die müssen wir jetzt langsam abbauen, ansonsten füttere ich Emil sein Leben lang aus der Hand. Trinken am Napf funktioniert nach wie vor nicht. Wenn Emil es in seiner Not doch mal probiert, dann bricht er recht schnell ab und geht ganz weit weg von diesem Napf, als ob ihm das trinken weh tut. Auch wenn man ihm einen Wasser-Napf hinhält, dreht er den Kopf weg. Das ist großes Problem, Emil muss auch außerhalb von Zuhause trinken können, damit wir wieder Ausflüge gemeinsam unternehmen können. Die Wasser-Spritze hasst er mittlerweile sehr.
    24. Emil hat Trockenfutter eigenständig aus dem Napf gefressen. Es dauerte ewig lange und hat auch nur funktioniert, weil ich Joghurt darüber gegossen habe. Dann gab es noch eine gute Hundewurst vom Metzger Reder, Emils Lieblingswurst. Die Nacht war unruhig, Emil hat oft gehustet. Heute morgen war er aber extrem gut drauf. Auf seinen Rippen ist wieder etwas mehr zu fühlen als nur dünne Haut, aber der Kopf bleibt wie gehabt ein knochiger Schädel ohne Fleisch.
    25. Ein guter Tag. Weite Spaziergänge, eigenständiges Fressen von gekochtem Putenfleisch gemischt mit Gemüse und Trofu aus dem Napf. Der abendliche “wie gut kann ich schon kauen-Dentastick” ist jetzt auch viel schneller im Hund verschwunden. Emil freut sich wieder total wild, wenn Herrchen nach Hause kommt. Das laute Knurren beim abendlichen Zerrspiel hört sich auch wieder so gefährlich an wie früher.
    26. Emil geht es richtig gut. Gestern Nacht war er der Meinung, dass wir viel zu früh schlafen gehen wollten und sprang mit seiner nass gesabberten Plüschkatze mitten ins Bett und wollte spielen. Herrchen lies sich trotz vieler feuchter Emil-Küsse nicht zum Spielen verleiten, also opferte ich mich und warf Plüschkatzen durch die Nacht. So richtig funktioniert der Kiefer noch nicht, Emil kann z.B. nur sehr kraftlos etwas vom Finger ablecken. Trinken klappt nach wie vor nur an fliessendem Wasser. Die Pupillen sind immer noch unterschiedlich groß.
    27. Die Nacht war unruhig. 1.15 Uhr: Durst, aber Emil flüchtet vor dem hingehaltenen Wassernapf als wäre das Wasser darin vergiftet. Also Dusche an und trinken. Ein Glück, hat dieser Duschkopf einen Monostrahl. 15 Minuten später…Emil muss mal, also rein in die dunkle Nacht. 2 Uhr, endlich schlafen.
    28. Emil trinkt zum ersten mal wieder an einem Napf. Smile Es ist beim Besuch bei Freunden passiert, und ich konnte deutlich sehen, dass auch Wasser im Napf gefehlt hat. Zuhause verweigert Emil weiterhin den Napf, auch beim Füllen des Napfes auf dem Bogenschiessplatz tut er so, als würde ich etwas Unmögliches von ihm verlangen. Immerhin weiß ich jetzt, dass Emil es wieder kann, wenn er will.
    29. Kontrollbesuch Tierklinik. Emils Verlauf der Neuropathie wird dort positiv bewertet. Wir mussten mit Bestürzung hören, dass diese Lähmung bei vielen anderen Hunden nicht mehr verschwindet. Die degenerierte Kopfmuskulatur wird sich mir großer Wahrscheinlichkeit auch nicht mehr wieder aufbauen lassen. Leider waren die Blutwerte noch schlechter als vor 2 Wochen. Das kann auch von den Medikamenten kommen, die Emil momentan schlucken muss. In 3-4 Tagen sind die neuen Laborwerte (Titer) da, dann wird entschieden, ob Emil die Tabletten endlich absetzen kann. Emil hat in den 2 Wochen auch nur 1 Kilo zugenommen. Frown
    30. Es regnet. In jeder Wachphase will Emil nur eins: Spielen. Immer Spiele, bei denen er kauen und zerren kann. Sein Schweinchen wird jeden Tag heftigst bekaut, sicher insgesamt über eine Stunde täglich. Danach kommt ein Zerrstrick dran, danach ein weiches Plüschtier. Abends kann diese Spielphase bis zu 2 Stunden dauern. Gestern stand Emil um 23 Uhr mit seiner Plüschkatze vorm Bett. Shock Emil scheint selbst ein sehr großes Kaubedürfnis zu haben, so müsste es doch möglich sein, diese Muskeln wieder zu regenerieren. Fressen klappt besser, wenn mehr Fett darin enthalten ist. Ich muss mich langsam an die Dosis rantasten, die Emil noch problemlos verträgt.
    31. Der Emil Tag besteht aus Spielen und Schlafen. Es regnet und Emil will dann nur kurz raus. Kauen mit dem Tennisball klappt gut, nur will er einfach nicht auf der rechten Seite kauen. Dort ist die Muskulatur noch viel mehr abgebaut als links. Appetit hat Emil eigentlich überhaupt keinen, das ist nach wie vor der nervigste Teil. Er dreht oft angewidert den Kopf weg, wenn man ihm die besten Fleischstücke hinhält. Aber er muss fressen, damit die Medikamente ihm den Magen nicht so angreifen.
    32. Gestern hat Emil etwas besser (aus der Hand) gefressen. Kein Wunder, es gab gekochtes Suppenhuhn und in der Hühnerbrühe eingeweichtes Trockenfutter. Mit Gemüse und Co. brauche ich momentan überhaupt nicht kommen. Wasser trinken am Napf: Never. Leider immer noch keine Laborergebnisse, wir warten jetzt schon 4 Tage! Merke: Vergiss es, wenn ein Labor zusagt, dass man die Werte abends noch ganz sicher bekommt.
    33. Emil kann hartes Trockenfleisch kauen und auch seine Schüssel ganz alleine bis zum letzten Rest leerfressen. Er benimmt sich völlig normal, spielt, rennt und ist total fit. Nur auf den Kopf fassen darf man ihm nicht, dann merkt man was. :sad_tb:
    34. Zum ersten Mal hab ich Emil nicht so viel aus der Hand gefüttert. Mit dem Resultat, dass er fast nichts gefressen hat. 200g Hüttenkäse plus 50g Trofu, eine Handvoll Putenfleisch, ein Dentastick. Emil war schon immer ein schlechter Fresser, ich habe die Hoffnung, dass er wegen der geringen Menge dann am Tag darauf besser frisst. Er muss einfach wieder ein Hungergefühl bekommen.

    Fazit:

    Wenn man von der Diagnose des TA nicht total überzeugt ist, immer noch eine zweite (dritte) Meinung einholen! Hätte ich das nicht getan, dann wären Emil 2 Muskelstücke aus den Kaumuskeln entnommen worden und diese Muskeln wären heute noch mehr geschädigt. Merke Dir sehr genau, welche TÄ mit dieser Entscheidung nicht umgehen können und meide sie in Zukunft.

    Traue keinem Labor, lass Titer, die auf eine lebensbedrohliche Krankheit schliessen lassen, in einem anderen Labor wiederholen. Hier lief wohl bei Emil irgendwas schief, aber keiner gibt es im Nachhinein zu.

    Saug alles an Informationen im Internet zur gestellten Diagnose auf, was Du finden kannst. Rechne die Dosierung der Medikamente nach und lese die Beipackzettel sehr gut durch.

    Kümmere Dich nach der überstandenen Krankheit unbedingt um Mittel, die die Rekonvalezenz unterstützen, daran denkt leider kein TA.

    Verwöhne Deinen kranken Hund total!

    Trage die Folgen des Verwöhnprogramms anschliessend mit Fassung. :smoke_tb:

    Posted by Emils Frauchen @ 08:00

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86 Kommentare zu Der Verlauf von Emils Trigeminus Neuropathie – und das Ende

  • Andi & Alice sagt:

    Hallo,

    danke für eure Antwort, haben hier eine Diagnose bekommen das es Neurologisch sei am ende hieß er habe ein Tumor oder Krebs, Hämatom, Meningokokken …. waren bei 4 Tierärzten. 2 mal wurde ein Blutbild gemacht aber es wurde nicht nach Toxoplasmose geschaut warum auch immer und das geht leider erst am Montag.

    Heute waren wir beim MRT. Teddy ist momentan noch als wäre er etwas betrunken ist jetzt ca. 4 Stunden her.

    Ist das Normal das der Hund extrem aus dem Maul riecht? Er kann ja noch gut fressen, ein Auge ist sehr klein und Trocken es ist auch sehr ausdruckslos (Keine Reflexe) an beiden Augen), die Muskulatur am Kopf ist auch nicht mehr zu spüren, wie lange kann diese Krankheit andauern? Muss man richtige Medikamente dagegen geben??? Wir haben Minocin und Kortison , wir werden dem Hund jetzt auch mit einer Spritze beim trinken helfen fressen geht noch gut.

    Liebe Grüße

    • Emils Frauchen sagt:

      Wichtig ist, dass ihr euch eine Augensalbe für trockene Augen besorgt, das Augen MUSS gecremt werden. Emil hatte auch auf einem Auge keine Reflex. Die Muskulatur war bei Emil auch weg. TRINKEN ist sehr wichtig, auch Emil hat aus dem Maul gerochen, weil man quasi direkt in den Magen riecht, denn der Verschluss im Rachen ist irgendwie offen. Ein Hund mit T braucht keine Medikamente, die Krankheit verschwindet nach 4-6 Wochen. Bitte dem Hund viel Ruhe gönnen, der hat Kopfweh. Ausserdem bruacht er nicht soviel Wasser, wenn er nicht soviel läuft. Wasser ist das A+O!! Wann kommt ihr nach Deutschland zurück?

      • Quincys Frauchen sagt:

        Hallo,

        Was war bei Emil die Ursache der TN und des Horner-Syndrom`s? Konnte im Blog nichts darüber finden.

        Uns hat es von heute auf morgen wie einen Schlag getroffen.
        Quincy /9 Jahre/ Mischling aus Ungarn/ 64 Kg und 74 cm hoch, hatte plötzlich vorgestern den Mund nicht mehr schließen können.

        Versuche Wasser zu trinken scheiterten. TÄ meinte dann, nach Rücksprache mit 2 Neurologen, dass es eine Trigeminus Neurophatie ist.
        Keine weiteren Untersuchungen da eindeutig.
        Heute im Laufe des Tages viel mir dann auf, dass das linke Auge seltsam aussieht. Gg Abend hängte das Unterlid und die Pupille ist kleiner als die rechte. Also wohl auch Horner wie Emil!

        Die ganze Geschichte von Emil gleicht genau unserer. Er ist auch still und wirkt sehr krank.
        Gott ich habe so wahnsinnige Angst!
        Was kann ich tun?
        Auf was muss ich achten?

        Danke für die Hilfe

      • Emils Frauchen sagt:

        Ja, das Horner Syndrom kommt daher. Man muss einfach 3-4 Wochen den Hund tränken und füttern. Dann ist es wieder vorbei. Ich denke, hier im Blog und in den Kommentaren ist der Verlauf gut dokumentiert und man findet viele Tipps. Einfach mal einlesen. Der Hund wird wieder gesund, wenn es TN ist.

      • Quincys Frauchen sagt:

        Danke für den tollen Blog und die Antwort. Füttern und trinken klappt ganz gut. Dank den Tipps im Blog haben wir uns gleich beim TA eine 60ml Spritze zum tränken mitgenommen.
        Was war die Ursache bei Emil?

        Danke
        LG

  • Kiki sagt:

    Vitamin A pos Salbe und eine künstliche Tränenflüssigkeit würde ich für euren Hund holen
    LG Kiki

  • Andi & Alice sagt:

    Hallo,

    vielen lieben dank für euren Beistand und Hilfe!

    Teddy scheint gut saufen zu können wenn er einen Eimer bekommt, der auf seiner Kopfhöhe ist. Fressen oder schlingen kann er auch, selbst einen weichen Knochen hat er heute gekaut.

    Das komische ist das die Symptome sich schon länger gezeigt haben wenn wir jetzt so zurück denken, Teddy fing an zu stinken aus seinem Maul und roch auch allgemein etwas anders als sonst, dann sabberte er mehr sodass er eine richtige Spur auf dem Boden nach dem Trinken gezogen hat. Da wir noch einen Bernhardiner im Rudel haben dachten wir das stinken aus dem Maul kam davon das die Hunde öfters aus einem Napf saufen und der Bernhardiner das schon immer hatte. Kurz und knapp die ersten Anzeichen waren bereits vor 2-3 Monaten da, zumindest das Stinken das Sabbern vor etwa 1,5-2 Monaten. Kann das bei dieser Krankheit sein, treten die Symptome langsam auf?

    Am Montag bekommen wir den Befund der MRT Samstag würden die Spezialisten die das auswerten können nicht arbeiten Really Pissed . Wir haben noch 1 Woche Urlaub aber da wir mit dem Auto hier sind können wir los fahren wann wir möchten und wir könnten auch etwas länger bleiben. Die MRT kostete hier die Hälfte und die Ärzte hier sahen zumindest das dem Hund etwas fehlt , in Deutschland hieß es wir sollen ihm die Zähne putzen und wir haben Mundspühlung bekommen…..

    Wir überlegen ob wir Morgen fahren und am Montag nach Hofheim in die Klinik gehen oder ob wir die Ergebnisse abwarten und Teddy etwas ruhe geben und ihm so gut es geht helfen.

    LG

    Andi & Alice

    • Also bei uns ist die Krankheit plötzlich über Nacht aufgetreten und fressen konnte Emil ohne Hilfe gar nicht. Emils Diagnose hat Dr. Rentmeister in Dettelbach bei Würzburg gestellt. Der ist Neurologe.

  • Andi & Alice sagt:

    Hallo wir sind es nochmal Smile

    wir wollen nur Bescheid geben was bei der MRT raus kam. Viele Ärzte hatten ja einen Hirntumor vermutet, Gott sei Dank hat es sich nicht bewahrheitet. Teddy hat eine Schilddrüsenunterfunktion, und nur ca. 4% der Hunde die Schilddrüsenprobleme haben bekommen neurologische Probleme. Zum Glück kann man die Schilddrüsenunterfunktion gut behandeln.

    Nochmal vielen Dank für eure Tipps!

    Liebe Grüße Smile

  • Stephie sagt:

    Hallo Emils Frauchen! Wir haben gestern die gleiche Diagnose bekommen und ich bin sehr verzweifelt! Merle geht es gar nicht gut. Fressen und Trinken ist unmöglich und geht nur mit unserer Hilfe ! Ich tue mein bestes das alles neben der arbeit, 2 Kinder und 2.Hund zu schaffen aber es ist echt schwer! Morgen erwarten wir erstmal die Blutergebnisse und dann schauen wir weiter! Welche Untersuchungen hat Emil alle machen müssen ? Ich würde mich sehr über Kontakt freuen! Ich erkenne meinen Hund nicht wieder ! Frown Liebe Grüße Stephie mit Merle!

    • Emils Frauchen sagt:

      Wenn die Diagnose stimmt, braucht ihr keine weiteren Untersuchungen. Dann geht es innerhalb von 4 Wochen wieder weg.

  • Cindy sagt:

    Ein freundliches Hallo aus NRW, meine belgische Schäferhündin hat seit einer Woche ebenfalls eine Unterkieferlähmung, die aber von Tag zu Tag wieder etwas verschwindet. Heute hat sie das erste Mal wieder selbständig fressen können. Die Tierärztin hatte ein großes Blutbild gemacht und eine Endoskopie des Rachens, um auszuschließen, dass sie etwas im Rachen stecken hat. Meine Hündin bekam dann eine Cortison- und Vitamin-B-Spritze. Da der Ärztin der Genesungsverlauf nach 5 Tagen nicht schnell genug ging, hatte sie ihr noch eine Cortinsonspritze verabreicht und hochdosierte Cortisontabletten mitgegeben. Allerdings stelle ich nun fest, dass meine Hündin sehr schläfrig ist und teilweise durch einen hindurch schaut. Daher möchte ich das Cortison möglichst schnell wieder reduzieren. Wenn ich im Internet andere Erfahrungen mit dieser Erkrankung lese, finde ich immer wieder erwähnt, dass für eine Heilung eigentlich keine Medikamente benötigt werden. Wer kann mir dazu mehr sagen? Herzlichen Dank für die Info im voraus.

    • Emils Frauchen sagt:

      Ja, man benötigt kein Cortison um diese Krankheit zu heilen. Cortison muss aber ausgeschlichen werden, bitte nicht plötzlich absetzen. Es dauert eben einfach seine Zeit, bis die Lähmung verschwindet, das ist durch nichts zu beschleunigen.

      • Cindy sagt:

        Vor 4 Wochen hatte ich Ihnen geschrieben. Nach einer Woche hatte ich das Cortison ausschleichen lassen. Die Hündin konnte bereits nach 2 Wochen wieder selbständig fressen und trinken. Bereits nach 3 Wochen trug sie wieder zunächst dicke dann sogar kleine Stöcke. Mittlerweile kann sie auch wieder Gras fressen und harte Knochen kauen und abknabbern.
        Das, was uns Sorgen macht, ist die Abmagerung am Kopf. Der Schädel ist oberhalb und an den Wangenseiten eingefallen. Die Augenpartie ist okay. Wir geben ihr ständig etwas zum Kauen, damit sich die Kaumuskulatur wieder aufbaut. Allerdings sehe ich momentan noch keine Besserung. Im Internet haben wir nun eine Beschreibung über “Kaumuskel myositis” gefunden, die Ähnlichkeit bzgl. der Abmagerung am Kopf aufweist. Auch dort wird der Hinweis für Cortison gegeben, womit man sofort anfangen sollte. Lieber wäre mir eine Alternativbehandlung, da die Hündin das Cortison nicht gut vertragen hat. Welche Untersuchungen und Medikamente gab es bei Emil?

  • emil bekam kein cortison, was bei Trigeminus auch nicht angesagt ist. Kaumuskelmyositis ist eine andere Erkrankung und wird durch Gewebeproben diagnostiziert. Emils Kopf war nach 6 Monaten wieder bemuskelt.
    Wenn die Diagnose Trigeminus stimmt, braucht dein Hund jetzt nur noch Zeit und keine Medikamente.

  • Cindy sagt:

    Leider wissen wir bis heute nicht, ob es überhaupt eine Trigeminus-Lähmung war und ist. Es wurde zwar das Blut untersucht und gesagt, dass es glücklicherweise nicht die schlimme Schäferhundkrankheit ist. Auch wären keine Tumorzellen im Blut festgestellt worden. Die Tierärztin der Tierklinik tippt aufgrund ihrer Erfahrung mit anderen kranken Hunden auf eine Autoimmunerkrankung, daher die Gabe von Cortison, welches wir ihr über Wochen und vielleicht über Monate hätten weitergeben sollen. Das habe ich allerdings nicht getan, da sie dadurch starke Bauchschmerzen bekam, nur noch schläfrig war und ein völlig anderes Verhalten zeigte. Was uns wundert, ist die Tatsache, dass sie sehr schnell wieder aktiv wurde. Und alles – selbst harte Knochen – wieder kauen und beißen konnte und erst jetzt ca. 4 Wochen nach Ausbruch der Krankheit immer mehr am Kopf abmagert. In verschiedenen Blogs lasen wir nun, dass das Cortison als Nebenwirkung zum Muskelabbau am Kopf beitragen könnte. Da wir momentan nicht genau wissen, ob unsere Hündin genau dieselbe Erkrankung wie Emil hatte, ist unsere Frage: wie hat Ihr Tierarzt die Trigeminus Lähmung herausgefunden? Und war es bei Emil ebenso, dass die Abmagerung am Kopf erst 3-4 Wochen nach Ausbruch der Krankheit anfing? Herzlichen Dank für die Beantwortung.

    • Die Diagnose wurde vom Neurologen gestellt. Der Unterschied für mich zur Myositis ist: bei der Miositis geht das Maul nicht auf, bei dem Trigeminus kann man das Maul weit öffnen.
      Der grosse Muskelschwund ist und auch erst nach der Erkrankung massiv aufgefallen.Aber das kommt wieder.

  • Quincys Frauchen sagt:

    Hallo noch mal Emils Frauchen,

    im Blog las ich etwas von “Blutwerte wieder schlechter” “Titer”und Tabletten.
    Um welche Blutwerte handelt es sich dabei? Welche Tabletten hat er bekommen?

    Dabke
    Liebe Grüße

  • Quincys Frauchen sagt:

    Hallo noch mal Emils Frauchen,

    ich las etwas von “Blutwerte wieder schlechter” “Titer”und Tabletten.
    Um welche Blutwerte handelt es sich dabei? Welche Tabletten hat er bekommen?

    Danke
    Liebe Grüße

    • Emils Frauchen sagt:

      Bei Emil gab es einen positiven Neosporose Titer, deswegen bekam er Medikamente. Allerdings stellte sich bei der Kontrollmessung heraus, dass der Titer verschwunden war. Es ist also sehr wahrscheinlich, dass da ein Laborfehler passiert ist und die Medikamente unnötig waren. Ein Hund mit einer TN benötigt in der Regel keine Medikamente.

  • Kiki sagt:

    Bei Emil, sowie bei Kira war die Ursache unbekannt. Deswegen idiopathische Trigeminus Neuropathie.
    LG Kiki

    • Quincys Frauchen sagt:

      Vielen Dank für die Antwort!
      Blut wurde keines abgenommen da Neuro sagt (am Telefon) idiopathische TN.
      Mich macht nur stutzig, dass er schon den 3.Tag sehr krank und schwach ist.
      Sein Zustand sieht ähnlich aus wie wenn er gerade frisch von der Narkose erwacht wäre. Augen gehen nicht ganz auf. Sind beide irgendwie klein. Er ist freudlos und reagiert auf fast nichts. Wenn nur ganz langsam. Er ist richtig apathisch. Nur Fressen, Trinken und Notdurft geht.
      Bei Emil las ich das zwar ebenso mit der Schwäche, aber ich weiß nicht ob es so gravierend war?

      Wie lange hat die Schwäche bei Kira und Emil angedauert? TA meint die Schwäche wäre irgendwie nicht normal…

      Vielen Dank! Man kommt sich so hilflos vor. Cry
      Quincys Frauchen und Quincy

  • Kiki sagt:

    hm , da diese Erkrankung sehr schmerzhaft ist und Kira ja Tagelang nichts vernünftiges zu essen hatte, dauerte es schon seine Zeit. Man kann das so pauschal nicht sagen, denn jeder Hund oder auch Mensch reagiert ja unterschiedlich. Kira ist auch ein sehr fröhlicher Hund, die Schmerzen oder auch wenn sie mal Fieber hat und krank ist, merkt man ihr nicht so schnell an.

    LG Kiki

    • Quincys Frauchen sagt:

      Danke Kiki für die Antwort.
      Da ich keine Ruhe hatte, sind wir gestern in die Tierklinik gefahren.
      Die TÄ meinten TN ist nicht schmerzhaft. Nur ein optisches Problem. Aha?!
      Da er aber einen abgebrochenen Backenzahn hat (muss frisch sein, Sonntag entdeckt als der Kiefer anfing zu hängen)
      Tippen mein Mann, ich und eine befreundete Zahnärztin darauf als Auslöser der TN.
      Ein TA gestern meinte, nein ist nicht der Auslöser, der andere zog es aber doch in Erwägung. Und daher könnte er so schlapp sein.
      Er bekommt jetzt Antibiotikum für den Zahn und am Freitag soll er raus operiert werden.
      Durch das AB ist er jetzt noch schlapper. Ich verzweifel bald…

      LG

  • Kiki sagt:

    Oh , ich hab auch gerade eine Trigeminusneuralgie durch eine entzündete Zahnwurzel. Die sollen mal nicht rumspinnen und es tut sehr wohl weh. Gut ich kann jetzt nicht mit Sicherheit sagen , dass es bei Quincy so ist, aber es sollte nicht außer Acht gelassen werde.
    Mich hat das Antibiotika auch ziemlich aus den Latschen gekippt und ich fühle mich auch sehr schlapp.
    Ich drücke euch auf jedenfall die Daumen, dass alles glatt geht.
    LG Kiki

  • Ich würde jetzt abwarten, bis das Antibiotika wirkt und ich würde mir definitiv vom Tierarzt auch ein Schmerzmittel geben lassen. Wenn es am Zahn liegt, was ja wirklich naheliegend ist, dann ist es bald überstanden. Es kann sein, dass er so fertig ist, weil der wahnsinnige Zahnschmerzen hat. Bitte nicht Schmerzmittel für Menschen benutzen, einige sind für Hunde tödlich.

  • Caroline sagt:

    Auch ich habe einen Hund, der vor einigen Jahren an einer sehr schmerzhaften Entzündung des Trigeminusnerves litt, was zur Folge hatte, dass das Maul permanent offen stand und der Hund weder fressen noch trinken konnte, was mich natürlich sehr verzweifelt hat.Ich habe mir dann überlegt, wie ich dem Hund genügend Flüssigkeit zukommen lassen kann, und hatte folgende Idee: Ich habe aus Hühnerschenkeln eine Brühe ( natürlich ohne Salz und Gewürze!) gekocht, und diese Flüssigkeit dann mit Gelatine versetzt, ( nach Packungsanleitung) das Ganze dann in eine flache Form gegeben und im Kühlschrank fest werden lassen. Die feste Masse habe ich dann in kleine Würfel geschnitten (ca. 1x1cm) und dem Hund direkt weit hinten ins Maul gelegt, so dass er nur noch schlucken musste. Er hat diese Würfel super angenommen, ich habe sie ihm mehrfach täglich gegeben und so pro Tag einen Liter Flüssigkeit verabreicht.Die Krankheit ist sehr schmerzhaft,deswegen würde ich immer auch ein Schmerzmittel(Novalgin) verabreichen. Nach ein paar Wochen war der Spuk vorbei, das Ganze ist jetzt 5 Jahre her, der Hund konnte danach wieder ganz normal fressen und kauen, die Muskulatur am Kopf ist auch wiedergekommen. Ich hoffe, das meine Erfahrung auch anderen Hundebesitzern in dieser Situation hilft.

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