• 11. Mai 2016 /  Allgemein, emil testet, Ernährung

    Da unser Emilchen mit seinen 12 Jahren seit einiger Zeit zu den Senioren zählt, haben wir seine Ernährung etwas altersgerecht angepasst. Trotz Kastration neigt Emil nicht zum dick werden, sondern er benötigt nach wie vor mehr Futter als normalerweise für seine Aktivität und sein Gewixht angegeben. 

    Da Emil auf selbstgekochtes Futter immer öfters mit Durchfall reagierte, haben wir und unter den hochwertigen Dosenfuttern umgeschaut. Probiert haben wir Belcando, Rinti Kennerfleisch und Rinti sensible, Vet Concept, Lucullus, Alsa und Alsa Senior. 

    Rinti hat Emil früher gut vertragen, das ist heute nicht mehr so. Die Kennerfleisch Dosen enthalten unappetitliche Schweinschwarten, die fanden wir gar nicht gut. Rinti sensibel war am Deckelboden angebrannt und die ganze Dose roch dann dementsprechend verkokelt. Auch waren die Häufchen danach eher vom Typ “gerade noch geformt”. Mit Belcando waren wir zufrieden, leider war genau die Sorte mit Ente ganz oft ausverkauft. Lucullus und Vetconcept war auch Ok, aber unser derzeitiger Favorit, vor allem wegen der Sortenauswahl der getreidefreien Menüs ist nun Alsa Senior geworden. Die Verdauung ist top, Emil schmeckt wirklich jede Sorte gleichgut. Emil benötigt bei seinen 42-44 Kilo Gewicht und 69cm Körpergröße zwei 800g Dosen am Tag. 

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  • 23. August 2011 /  Ernährung

    HIER NICHT!

    Immer wieder liest man gute Ratschläge, die sagen, man solle Welpen oder Junghunden, die ihr tolles Trockenfutter morgens früh im Napf verweigern, den Futternapf wegnehmen und abends wieder hinstellen. Viele Hundehalter halten das dann drei Tage durch und der Hund wird irgendwann nachgeben, weil er so hungrig ist das er selbst diese ekelhaften Pellets frisst – wahrscheinlich würde er, so hungrig wie er dann ist, auch Pappe fressen.

    Ich werde dann an meine Kindheit erinnert, in der ich ewig lange vor Sauerkraut saß und ich es eher wieder ausgewürgt hätte als runter hätte schlucken können. Ein Glück, musste ich nicht drei Tage vor dem kalten Sauerkraut sitzen, sondern man wurde vorher einsichtig, dass ich eben kein Sauerkraut mag.

    Warum sollte ich also meinen Hund zwingen, etwas zu essen, was er nur bei größter Hungersnot in sich hinein zu stopfen vermag? Nur weil etwa die tolle Hundefutterindustrie uns weissmachen will, das dass das Nonplusultra der Hunde-Ernährung ist?

    Mit Emil erging es mir genauso, das tolle Eukanuba fand er nach zwei Tagen hier schon nicht mehr essbar, da der Futterneid gegenüber den anderen Welpen weggefallen ist. Außerdem kratzte er sich wie verrückt und sein Fell sah ziemlich struppig aus. So beschloss ich, erstmal die Trocken-Futtermarke zu wechseln. Der Juckreiz hörte  zwar auf, aber die Haufen wurden einfach riesig und weich. So stieg ich nach einiger Zeit auf Fleischdosen um, auf Kartoffeln, auf gekochtes Gemüse, auf selbst gekochtes Fleisch, auf rohes Fleisch, auf Knochen – einfach all das, was ein Hund gerne frisst. Und siehe da, ihm schmeckte sein Futter auf einmal. Auch heute gibt es mal Fleischdose, mal Trofu (getreidefrei)  und viel selbst Gekochtes, man kann aber deutlich sehen, dass der Genuss bei dem selbstgekochten Fleisch deutlich höher ist als bei jeglicher Fertigkost.

    Nein, ein Hund wird nicht Futter-problematisch durch diese Art des fütterns, meiner Meinung nach ganz im Gegenteil, der Hund lernt zu fressen was ihm bekommt. Ich hatte nämlich einmal die Erfahrung gemacht, dass ich Nudeln untergemischt hatte, so das Emil sie nicht heraus sammeln konnte, was prompt zu Durchfall führte. Ganz nebenbei haben wir festgestellt, dass Emil Getreideprodukte nicht gut verträgt. Er hat im Gegensatz zu meinen anderen Hunden nie eine Scheibe Brot angerührt, weder Brötchen noch Nudeln freiwillig gefressen. Auch Fisch lehnt Emil kategorisch ab. Seit wir uns daran halten, genau das zu füttern, was Emil auch mag, sind Verdauungsprobleme eine absolute Seltenheit geworden. Was gibt es Schöneres, einen zufrieden schmatzenden Hund dabei zuzusehen, wir er den letzten Krümel aus seiner Futterschüssel ausleckt und nach ‘mehr’ fragt?

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  • 14. Januar 2011 /  Ernährung

    Wir wurden ja von dem Tierarzt, den wir im Herbst konsultierten,  zur Futterumstellung überredet. Das Argument: “Wenn sie ihren Hund 4 Tage hungern lassen hinkt der nicht mehr!” klingt mir jetzt noch in den Ohren. Da wir uns auf 4 Tage hungern nicht einlassen wollten, haben wir uns für die Soft Variante entschieden und Emils Ernährung sofort auf das empfohlene Trockenfutter (plus Zusätze) umgestellt. Auch wenn ich kein Freund von Trockenfutter bin, wenn Emil damit besser läuft – dann sollte es mir recht sein.

    Es handelte sich um 2/3 des Futters Care-Pack der Firma Vetconcept und 1/3 des Pressfutters 5 Elemente (Eigenmarke des Tierarztes). Dazu noch einige TA Hausmarken Zusätze.

    Care Pack ist ein Eiweiss und Fett reduziertes Extruder-Futter zur Gewichtsreduzierung. Das Pressfutter 5 Elemente sieht identisch aus wie viele andere Pressfutter auf dem Markt.

    Unser Fazit:

    Die Kotmengen waren unvergleichlich hoch, bis zu 5 mal am Tag UND Nachts musste Emil raus. Vor allem als wir versuchten, wie vorgeschlagen, den Pressfutteranteil anzuheben, glichen Emils Haufen denen eines Ponys.

    Emil hatte durch die Futterumstellung des täglich genau abgewogenen “Abnehmfutters” 3 Kilo zugenommen, die wir gerade mühsam wieder abspecken.

    Emils Fell wurde harsch und trocken, sein Körpergeruch veränderte sich sehr zum positven. Das wäre dann aber auch der einzige positve Effekt der Futterumstellung. Da Emil zu gleichen Zeit aber auch eine relativ lange Antibiotika Behandlung mit einem speziellen Hautantibiotikum bekam, könnte es sogar sein, dass dieses Medikament die Hautflora reguliert hatte und das Futter im Endeffekt doch gar nichts mit der Veränderung zu tun hat.

    Die Atherome/Akanthome wachsen nach wie vor gut und reichlich.

    Nachdem ich die Analysedaten in meine Ernährungsdatenbank eingegeben habe, musste ich aber feststellen, das das Care Pack den Eiweissbedarf nicht abdeckt. Es ist also meiner Meinung nach nicht zur Dauerfütterung geeignet.

    Das Lahmen nach Belastung ist schlimmer als vorher. Emil ist momentan dauerhaft auf Schmerzmittel gesetzt. In dieser Beziehung können wir die Futterumstellung als komplett gescheitert ansehen.

    Außerdem habe ich mich sehr gewundert, dass Emil so extrem ruhig und teilweise auch traurig wirkte. Darüber habe ich dann etwas im Netz geforscht und folgendes Protokoll eines Vortrages von Dr. Udo Gansloßer gefunden: Klick

    Dort kann man nachlesen: Mais macht Hunde depressiv.

    Was ist wohl der Hauptbestandteil vom Care-pack? Genau: Mais!

    Wir lassen das Care-Pack gerade auslaufen und Emil bekommt nun getreidefreies Wolfsblut Trockenfutter. Weiterhin bekommt er aber auch einen Anteil gekochtes Fleisch mit Hirse und Fleischdose  dazu gemischt. Bisher bekommt ihm das gut und mit etwas Disziplin hat er auch bald wieder sein Ideal-Gewicht erreicht.

    Man kann eben doch nicht alles über die Ernährung regulieren, auch wenn man es immer wieder propagiert, wird es deswegen nicht wahrer…

    schneejan3

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